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Österreich / Europa


D: Schienenmaut senken [07.05.]

Deutschland: "Schienenmaut" senken

[07.05.2018]

"Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV) fordert deutliche Senkung der "Schienenmaut"

[Pressedienst des DBV-Bundesverbandes vom 5. Mai 2018]
[Pressekontakt: Frank Petrovsky, Bundesvorstand Umweltschutz, Telefon +49 1 73 / 8 13 23 45]

Bei seiner heutigen Sitzung in Göttingen beschäftigte sich der DBV-Bundesvorstand auch mit der weiter fortbestehenden Ungleichbehandlung des Verkehrsträgers Schiene in Deutschland.

Der DBV fordert, die "Schienenmaut" (Nutzungsentgelte für das Schienennetz), die für jeden Zug zu zahlen sind, von den heutigen Voll- auf Grenzkosten zu senken. So wird Bahnfahren und Gütertransport schlagartig um etwa 30 Prozent preiswerter - schätzt der DBV.

"Solange jeder Zug für jeden gefahrenen Kilometer eine Maut zahlen muss, Pkw, Lkw und Fernbus nicht, gibt es keine Gleichbehandlung der Verkehrsmittel. Deshalb muss der Schienenverkehr durch das Grenzkostenprinzip bei der Preisbildung entlastet werden." sagt Frank Petrovsky, Bundesvorstand Umweltschutz zu der einstimmig verabschiedeten DBV-Forderung von heute.

Der umweltfreundliche Schienenverkehr soll nach den Vorstellungen der Europäischen Union nur die Kosten tragen, die für ihn unmittelbar für jede Zugfahrt anfallen (Grenzkostenprinzip). Das hat die Europäische Union im sog. "4. Eisenbahnpaket" als Regelfall bei der Preisbildung vorgesehen. In Deutschland wird jedoch das Vollkostenprinzip angewandt, dass zu einer deutlichen Verteuerung des Schienenverkehrs führt.

Das System der Grenz- und Vollkosten erklärt die DB AG kurz und verständlich auf Ihrer Internetseite --> hier.

Mehr Züge Bleiburg-SLO [20.03.]

Mehr Züge Bleiburg - Maribor (Slowenien)

[20.03.2018]

Auf der Bahnverbindung zwischen Bleiburg und Maribor (Slowenien) wurde der Fahrplan durch zusätzliche Zugverbindungen verbessert.

Zusätzlich zu den bisherigen zwei Zugverbindungen je Richtung verkehrt von Montag bis Freitag (wenn Werktag) ein zusätzliches Zugpaar, sowie an Samstagen im Sommer zwei neue zwei Eilzugspaare.

Fahrplan:

Maribor Bleiburg Fahrplan 2018

Der Triebwagen der slowenischen Eisenbahn im Bahnhof Bleiburg, mit dem Anschlusszug der ÖBB.


Südtirol: Vorbild [18.02.]

Südtirol: Dichte Fahrpläne, günstige Tarife

[18.02.2018]

fahrgast kärnten blickt über die Staatsgrenze nach Italien und beschreibt die Situation in Südtirol, wo der öffentliche Verkehr vorbildlich weiter entwickelt und ein sehr gutes Tarifsystem angeboten wird.

Die italienische Provinz Südtirol ist per Bahn mit Umsteigen in Lienz zu erreichen.

Seit einigen Jahren gibt es zwischen Lienz und Franzensfeste sowie zwischen Meran und Mals einen täglichen Stundentakt. Zwischen dem Brenner bzw. Bozen und Trento wird nahezu ein 30-Minuten-Takt angeboten, wie auch zwischen Bozen und Meran ein 30-Minuten-Takt.

Dazu gibt es beispielsweise in Mals zu jedem Zug einen Busanschluss über den Reschenpass nach Nauders, sowie auch jede Stunde einen Busanschluss in die Schweiz nach Müstair.

Dies alles ist derzeit schon Realität, aber es soll in Zukunft noch besser werden. Die Elektrifizierung der „Vinschger Bahn" zwischen Meran und Mals ist schon beschlossen, und man hat auch schon in einigen Teilbereichen zu arbeiten begonnen. Es sind mehrere Strecken-Begradigungen, kürzere Fahrzeiten und kürzere Intervalle vorgesehen, sowie nach Fertigstellung als wichtige Verbesserung eine Durchbindung der Züge nach Bozen.


Aber auch das Pustertal bekommt eine Verbesserung. Vor der Einbindung zur Brennerbahn bei Franzensfeste wird das Riggertal mit einer neuen Eisenbahnbrücke überspannt, um rascher und ohne umzusteigen nach Bozen zu kommen. Und in fast jedem Tal kamen neue Haltestellen hinzu, viele davon auch mit neuen abschließbaren Fahrradboxen. 

„Mobilcard" - starkes Angebot für Touristen

Auch beim Tarifsystem gehört Südtirol zu den Vorreitern. Für Urlauber gibt es sogenannte „Mobilcards" für ein, drei oder sieben Tage.


Mit der „Mobilcard" kann man an diesen Tagen alle öffentlichen Verkehrsmittel des Südtiroler Verkehrs-verbundes benützen, also auch alle Stadtverkehre in Meran und Bozen, sowie zusätzlich bis zu sechs Seilbahnen und die Straßenbahn auf den Ritten. Zusätzlich gilt das Ticket auch für den Bus von Mals über den Reschenpass nach Nauders und den Schweizer Postbus nach Müstair. Die Sieben-Tage-Karte kostet lediglich € 28,- .

Weiters gibt es eine „Museomobil Card" mit der zusätzlichen Möglichkeit, ca. 90 Museen in Südtirol zu besuchen. Die Sieben-Tage-Variante kostet nur € 34 ,- (öffentlicher Verkehr und Eintritte). Beispielhaft seien genannt: Das Archäologiemuseum in Bozen mit dem „Mann aus dem Eis", das Landesmuseum auf Schloss Tirol, das „Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer" in Patschins, das „Südtiroler Weinmuseum" in Kaltern, die Trostburg bei Waidbruck oder das „Andreas Hofer Museum" im Passeiertal.
Ein weiteres Angebot ist die „Bikemobil Card", die ein Leihfahrrad beinhaltet und beispielsweise für sieben Tage um € 35,- erhältlich ist.

Es ist nicht nur die optimale Preisgestaltung, welche die „Mobilcard" und ihre Varianten bei einem Südtirolaufenthalt zur Pflicht macht, sondern auch, dass es kein Anstellen bei Kassen oder Automaten gibt.

Die Landesregierung in Bozen möchte in einigen Jahren auf allen Bahnstrecken Südtirols einen 30-Minuten-Takt realisieren, sowie auf den Strecken Bozen - Meran und Bozen - Brixen einen 15-Minuten-Takt.

Auf die Frage an den zuständigen Landesrat, wie dies alles finanziert wird, erhielt fahrgast kärnten eine überraschende Antwort:

„Durch den Verkauf dieser Karte werden für uns Einnahmen generiert, die damit nutzbaren Verkehrsmittel stehen bereits zur Verfügung. Es entstehen daher für die Landesverwaltung keine zusätzlichen Kosten."

Private Bahn Wien - Prag [14.11.]

Wien - Prag: Private Bahn ab 10. Dezember 2017

[14.11.2017]

Quelle: www.wienerzeitung.at

Mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 wird neben der Westbahn ein weiterer Privatbahnbetreiber den ÖBB im Fernverkehr Konkurrenz machen: Das tschechische Unternehmen "Regiojet" fährt ab dann täglich zwischen Wien und Prag.

Link zum Bericht der "Wiener Zeitung"

Slowenische Adria - mit Öffis [13.07.]

Slowenische Adria - ohne eigenes Auto

[13.07.2017]

Nach dem Bericht über die Fahrt ohne eigenes Auto an die italienische Adria (fahrgast-Magazin Nr. 2/2013) wird nun die Anreise nach Portorož an der slowenischen Adriaküste beschrieben.

Der Zugriffszahlen auf der fahrgast-Homepage aus dem Jahr 2013 über die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Lignano zeigen, dass durchaus ein Interesse an diesem Thema besteht.

Für eine Reise nach Portorož an der slowenischen Adriaküste im Sommer 2016 suchte der Autor dieser Zeilen Möglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es zeigte sich, dass dies dank des „GoOpti"-Transfer-angebots nicht nur für Eisenbahnfans eine Überlegung wert sein kann.


Kärnten – Triest: Per Bahn möglich

Es stellte sich bald heraus, dass von Kärnten aus die italienische Hafenstadt Triest in einer guten Zeitlage mit dem Zug erreichbar ist (siehe unten). Entfernung Triest - Portorož ca. 35 km.

Wie kommt man von Triest nach Portorož?

Für die Weiterfahrt ergab sich das Problem, dass als grenzüberschreitende Linienbusse zwischen Triest (in Italien) und Portorož (in Slowenien) nur aufwändige Umsteigeverbindungen gefunden wurden – vor allem an einem Samstag als Reisetag.

„GoOpti"-Transferservice

Die Recherche im Internet ergab als Option das sogenannte „GoOpti". Dies ist eine Art Bedarfstaxi, welches Transferservices in Slowenien unter anderem auch nach Italien anbietet – direkt bis vor die Türe der Unterkunft und, wie unten angeführt, zu einem vernünftigen Preis.

„GoOpti" basiert auf Buchungen im Internet, wobei die Abholzeit, die Anzahl der Fahrgäste und die Anzahl der Gepäckstücke anzugeben sind. Die Fahrzeuge sind moderne, klimatisierte Kleintransporter.

Nach der Buchung erhält man eine Handy-Notfallnummer, einen Tag vor dem Transfer eine Bestätigungs-SMS und eine Stunde vor der Transferzeit eine SMS mit der Handynummer des Fahrers.

Für Abholservices bei Flug- und Zugankünften empfiehlt sich die – geringfügig teurere – Variante eines „VIP-Tickets", denn mit diesem wartet das Auto im Falle einer Verspätung bis zu zwei Stunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt. Dies sei betont, weil auf der „GoOpti"-Homepage ausschließlich von Flugankünften die Rede ist, nach telefonischer Rückfrage aber bestätigt wurde, dass das Abwarten bei Verspätungen auch für Zugankünfte gilt.

Der Fahrplan:

 

Die Kosten:

Die Bahnfahrt kostete (pro Richtung) für einen Erwachsenen € 27,60 (mit ÖBB-Vorteilscard € 16,90), bzw. € 13,80 pro Kind.

Das „GoOpti" von Triest nach Portorož kostete pro Richtung € 11,- pro Person (egal ob Erwachsener oder Kind).

Pariser Klimavertrag umsetzen [13.01.]

"Pariser Klimavertrag konsequent umsetzen"

[13.01.2017]

Neujahrsbotschaft der Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH:

"Pariser Klimavertrag konsequent umsetzen / Einstiegs-Barrieren lösen"
  • Zugfahren ist attraktiv und muss noch einfacher werden, z.B. mit einem Österreich-
    Ticket oder einer digitalen Fahrkarte 
  • Dieselpreis-Erhöhung , Flugticket-Steuer, Kostenwahrheit umsetzen
  • Schienenmaut auf allen Bahnen senken
  • Österreich-Ticket und digitale Fahrkarten einführen

Beim Neujahrstreffen stellte die österreichweit agierende Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH konkrete Forderungen an die Bundesregierung auf, die angegangen werden müssen, will sie der von Österreich mit beschlossenen Pariser Klimavertrag erfüllen.

Im Zentrum müssen 2017 Wege zu einer Kostenwahrheit, die ökologische Gesichtspunkte und externe Kosten berücksichtigt - mit dem Ziel, Lenkungseffekte zu erzielen:

  • Die Dieselpreis-Erhöhung ist eine Selbstverständlichkeit, umweltpolitisch vordringlich und fair gegenüber anderen Energiepreisen. Argumente der Lobbies wie ÖAMTC und Transportwirtschaft, die Einnahmenverluste des Tanktourismus anführen, sind wenig glaubwürdig.
  • Das sozial ungerechte Pendlerpauschale ist in eine treffsichere, sozial gerechte Unterstützung umzubauen
  • Die Flugticket-Steuer ist jedenfalls in derselben Höhe aufrechtzuerhalten, um weiterhin als verkehrslenkende Maßnahme gegen Vielflieger wirksam zu sein.
  • Da eine kurzfristige Einführung einer flächendeckenden Lkw-Maut unsicher ist, fordert probahn eine Reduktion der Schienenmaut (=IBE) auf Haupt- und Regionalstrecken, die den Bahnbetrieb weniger Kosten beschert.
  • Darüber hinaus fordert probahn ÖSTERREICH österreichweit, die Einstiegs-Barrieren für Fahrgäste im Öffentlichen Verkehr zu beseitigen.

Für Bahnkunden muss ein länderübergreifendes einfaches, transparentes, sozial treffsicheres Ticketing-System geschaffen werden. Entweder gelingt es, ein Österreich-Ticket für alle Verkehrsträger von Bahn, Bus, U-Bahnen, Straßenbahn, Seilbahnen bis hin zu E-Bike und Car-Sharing aufzubauen, oder es ist ein digitales Fahrkartensystem zu entwickeln.

Dabei wäre zu prüfen, ob ein solches System analog zu Deutschland entwickelt werden kann. Der deutsche Verkehrsminister Dobrindt kündigte ein digitales Fahrkarten-System für 2019 an. Fahrkarten-Systeme in der Schweiz und Südtirol u.a. wären ebenfalls als Modelle zu prüfen.

probahn ÖSTERREICH appelliert an Verkehrsminister Jörg Leichtfried diesbezüglich die Initiative zu ergreifen. probahn Österreichweist auch darauf hin, dass so sinnvoll die Förderung von E-Autos aus ökologischen Gründen sein mag, die Nutzung von Busspuren durch diese Fahrzeuge sich kontraproduktiv für Einsatzfahrzeuge, Obusse & Busse auswirken könnte, die jetzt schon durch Staus behindert werden.

HELLÖ-Busse gestartet [21.08.]

"HELLÖ"-Busse der ÖBB sind gestartet

[21.08.2016]

Nun sind auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in den heiß umkämpften Fernbusmarkt eingestiegen. Zur Bedienung der 31 Ziele in Deutschland, Schweiz, Italien, Slowenien und Kroatien wurde in 28 neue Reisebusse mit je 56 Sitzplätzen investiert. Über eine Ausweitung des Netzes in Richtung Osten wird bereits nachgedacht.

Konkurrenz Straße - Schiene

Grundsätzlich ist jede Angebotsausweitung im Öffentlichen Verkehr (ÖV) zu begrüßen. Ist es aber notwendig, dass staatliche Bahnunternehmen wie die Deutsche Bahn AG, die französische Bahn SNCF und jetzt mit Verspätung auch die ÖBB in diesen Markt mit Niedrigstpreisen einsteigen und in manchen Relationen sich selbst Konkurrenz bei Bahnverbindungen machen. Seitens der ÖBB wird zwar versichert, dass dies nicht der Fall ist, da eine völlig andere Zielgruppe angesprochen wird.

Liberalisierung des Schienenmarktes

Die Europäische Union (EU) wollte mit der Liberalisierung des Schienenmarktes eine Revitalisierung des Schienenverkehrs ereichen. Es müssen nunmehr die Eisenbahnunternehmen unter marktwirtschaftlichen Regeln geführt werden, und mit dem Zugang Dritter auf das Schienennetz sollte durch zusätzliche Konkurrenz das Angebot zunehmen.

Trotz dieses Versuches seitens der EU haben die europäischen Bahnen ihr Angebot auf der Schiene im grenzüberschreitenden Verkehr nicht weiter ausgebaut, sondern ganz im Gegenteil, immer weiter ausgedünnt.

Warum die Staatsbahnen nicht durch eine intensivere Zusammenarbeit bei ihrem Kerngeschäft, der Schiene, bleiben und so den Fernbussen Konkurrenz machen, ist nicht nachvollziehbar.

Resümee

Seit der Eingliederung des Postbusses in die ÖBB hat der ÖBB-Konzern bereits das größte Busunternehmen in Österreich. Mit diesen über 2.100 Bussen betreibt die ÖBB die meisten Regionallinien. Doch ist das Engagement in diesem Sektor sehr mangelhaft.

So mangelt es an abgestimmten Fahrplänen, an durchgehend zu lösenden Fahrkarten von Bahn & Bus und letztlich auch daran, dass zum Beispiel die ÖBB-Vorteilscard-Classic für Linienbusse nicht anerkannt wird.

Warum die ÖBB den Postbus als fast komplett getrennten Betrieb von der Bahn führt, ist in jeder Hinsicht unverständlich.

Es gibt also weit mehr Handlungsbedarf bei den Regionalbuslinien und beim grenzüberschreitenden Fernverkehr auf der Schiene.

Neues Fernbus-Netz der ÖBB [04.06.]

ÖBB starten ein neues Fernbus-Liniennetz "Hellö"

[04.06.2016]

Die ÖBB steigen mit 14. Juli 2016 in den Fernbusmarkt ein und bieten ausgehend von verschiedenen österreichischen Städten Buslinien in das benachbarte Ausland, zum Beispiel Berlin, Frankfurt, Zürich, Genua, Verona, Venedig, Ljubljana, Zagreb.

Der Buchstabe "ö" ist ein generelles Kennzeichen dieses Markenauftritts.

Es sind ausschließlich grenzüberschreitende Fahrten zulässig.

Klimavertrag muss Ansporn sein [16.12.]

Weltklimavertrag muss Bund und Länder anspornen

[16.12.2015]

[Quelle: www.probahn.at]

Um den Anforderungen der Mobilität der Bevölkerung gerecht zu werden, kann es nicht nur schnelle Railjets geben, sondern es braucht ein flächendeckendes Netz zwischen Bahn und Bus in allen Regionen. 

  • Flächendeckender Öffentlicher Verkehr ist vielen Regionen zu gering 
  • Dichter Autoverkehr trägt zur hoher, negativer Umweltbilanz bei
  • Finanzausgleichsverhandlungen als Chance für Bund & Länder für Klimaschutzmaßnahmen nutzen 

Weltklimavertrag muss ein Ansporn für Bund und Länder sein

200 Staaten vereinbaren, Treibhausgas-Emissionen auf Null zu bringen

  • Österreich muss Vorreiterrolle einnehmen
  • Umweltbundesamt zeigt ernüchternde Bilanz auf
  • probahn ÖSTERREICH ruft zu budgetärer Ausrichtung im Finanzausgleich 2016

Fast 200 Staaten haben sich in Paris auf einen Weltklimavertrag geeinigt, der vorsieht, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt und langfristig die Treibhausgas-Emissionen auf null gesenkt werden.

Die überparteiliche Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH nimmt dies zum Anlass, um an Bund und Länder zu appellieren: Österreich muss zum Vorreiter des Klimaschutzes werden. Dazu bedarf es immenser Anstrengungen sowohl was das Mobilitätsangebot als auch die Energiebilanz betrifft.

Anlässlich des österreichweiten Fahrplanwechsels ruft "probahn ÖSTERREICH" Bundesregierung und Landesregierungen auf, ihre Kraftanstrengungen zu verstärken, den besorgniserregend niedrigen Anteil des Öffentlichen Verkehrs in den Ballungsräumen rund um die Städte, aber auch im ländlichen Bereich wesentlich zu erhöhen. In vielen Regionen gibt es kaum Mobilitäts-Alternativen zum Auto.

Eine gravierende Änderung wird nur durch budgetäre Vorsorge möglich sein, um flächendeckend zu abgestimmten Taktfahrplänen von Bahn und Bus zu kommen. Damit müssen moderne Kommunikationssysteme sowie der verstärkte Einsatz von Carsharing und Bikesharing einhergehen.

Das Land Salzburg mag als Beispiel für notwendige Kraftanstrengungen dienen, wenn es die Klimaziele erreichen will. Die Fakten:

  • Anteil Öffentlicher Verkehr in der Stadt Salzburg 14 %, gar nur 12 % im Umland.
  • In Salzburg haben die Treibhausgas-Emissionen in den Jahren 1990 bis 2012 um 8,1 % zugenommen, im Verkehr um 54 %.
  • Insgesamt waren 41 % aller Emissionen dem Verkehr zuzuschreiben, der Industrie nur 21 %, 13 % der Landwirtschaft, 6,6 % der Energieproduktion und 3,1 % sonstigen Emittenten.

[Quelle: Umweltbundesamt: „Bundesländer Schadstoffinventur 1990 bis 2012“. Laut Umweltbundesamt kommt der größte Teil der Emissionen in Salzburg aus dem Verkehr, der Zuwachs zwischen 1990 und 2012 ist allein dem Verkehr zuzuschreiben – auch nach Abzug des Tanktourismus.]

Aus Fahrgast-Sicht ist die Entwicklung attraktiver Bahnverkehre zwischen Salzburg und Wien mit dem dichten Zugverkehr auf der Weststrecke sehr erfreulich.

Dennoch sind die Anschlüsse zum Regionalverkehr nicht optimal gelöst. Dazu ist es erforderlich, dass die Länder ihre Mobilitätskonzepte nicht nur in Studien fortschreiben, sondern ihre Länderbudgets entsprechend hin zum Öffentlichen Verkehr und weg vom Autoverkehr ausrichten. Dazu fehlen bisher der Wille und die Bereitschaft.

Eine entsprechende Gewichtung bei den Finanzausgleichsverhandlungen 2016 wäre der erste Schritt in die richtige Richtung. Dazu gehört in Folge auch eine ökologische Steuerreform.

Nach Grado: Rad mit Bahn & Bus [13.07.]

Alpe-Adria-Radweg nach Grado: Radtransport mit Bahn & Bus

[13.07.2015]

Der "Ciclovia Alpe Adria Radweg" von Salzburg über Kärnten durch das italienische Kanaltal (entlang der alten Eisenbahntrasse) bis Udine und Grado erfreut sich steigender Beliebtheit.

Für den Fahrrad-Transport auf der Teilstrecke Villach - Tarvis - Pontebba - Udine eignet sich bestens der sogenannte "Micotra"-Zug.

Für den weiteren Fahrrad-Transport zwischen Udine und Grado verkehrt heuer erstmals ein als "Bici Bus" bezeichneter Bus der Firma SAF mit einem Radtransport-Anhänger täglich seit 4. Juli 2015 noch bis 30. August 2015.

Railjet: Fahrrad-Mitnahme startet [21.03.]

"RAILJET": UMBAU FÜR FAHRRAD-MITNAHME STARTET

[21.03.2015]

Ab 3. April rollt endlich planmäßig täglich die erste fahrrad-taugliche Railjet-Garnitur durch Österreich, genauer: Auf der Strecke Wien - Villach - Lienz und retour! Weitere folgen...

Spät, aber doch noch ...

Bei der Präsentation des Railjet-Konzeptes lange vor der Auslieferung der ersten Garnituren wurde von probahn Österreich und fahrgast kärnten über das Fehlen eines vollwertigen Speisewagens und eines Fahrradtransport-Abteils berichtet.

Nach einem längeren hin und her wird ab 3. April schrittweise eine Fahrradmitnahme möglich sein; zunächst alle Railjet-Verbindungen auf der Südbahn (Wien - Villach/Graz) und danach bis 2016 jene der Westbahn. Die erste Verbindung ist das Zugpaar RJ 533/632 Wien-Lienz-Wien.

Ab Anfang Mai 2015 folgen weitere fünf Züge Wien-Villach, sowie zwei Zugpaare Wien-Graz (zusätzlich zu den Railjets Prag-Graz der Tschechischen Bahn CD). Ende Mai folgen die restlichen Südbahn-Verbindungen.

Nur fünf Abstellplätze

Einziger Wermutstropfen: Pro Railjet-Garnitur (bestehend aus sieben Wagen) werden leider nur fünf Stellplätze angeboten. Angesichts der Gesamtsitzplatzanzahl von 404 (in allen drei Klassen-Kategorien) erscheint dies mehr als wenig, denn Radreisen mit der Bahnwerden gerne in kleinen Gruppen gemacht, bei denen die Fahrradanzahl von fünf schnell erreicht werden kann. Vielleicht wird man aber doch das Auslangen finden, denn der Fahrradtransport über längere Strecken ist mittlerweile recht teuer geworden.

Reisende benötigen eine Fahrradkarte zum Preis von 10% des Vollpreises (es gibt keine Ermäßigung mit der ÖBB-Vorteilscard) der gewünschten Fahrtstrecke, mindestens jedoch 2,- Euro. Für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr ist außerdem noch eine kostenpflichtige Reservierung erforderlich.

 

Ein wichtiger Tipp: Klappfahrräder bzw. zerlegte und verpackte Fahrräder können gratis als Gepäckstück mitgenommen werden.

In der bis 2016 ausgelieferten letzten Tranche von neun Railjet-Garnituren wird die Möglichkeit der Fahrradmitnahme von Anfang an gegeben sein. Diese sollen auch später nach Italien eingesetzt werden. Desweiteren wird in diesen Garnituren der Komfort in der Economy Class (2. Klasse) durch neue, verstellbare Sitze und Fußrasten gehoben werden.

Hohe Umbaukosten

Dieser Umbau der Railjet-Züge ist also nicht die erste Anpassung an die Bedürfnisse der Bahnreisenden. Weil Kunden von den „Bistros“ in den Ende 2008 eingeführten „Vorzeigezügen“ der ÖBB enttäuscht waren, ließen die ÖBB die 37 Bistros zu Speisewagen umbauen. Die damals noch in Bau befindlichen Einheiten wurden gleich mit einem Speisewagen ausgeliefert. Insgesamt kostete diese Speisewagen-Anpassung ca. 2 Mio. Euro. Der aktuelle Fahrrad-Umbau schlägt sich mit 4 Mio. Euro zu Buche.

Das ergibt für das Entfernen von vier Sitzen und der Montage von fünf Fahrradaufhängungen die stolze Summe von ca. 78.000 Euro pro Railjet. Zum Vergleich: eine 7-teilige Railjet-Garnitur kostet ca. 10,7 Mio. Euro.

Hätte man bei der Entwicklung des Railjet-Konzeptes die Fahrgastverbände von Anfang an mit eingebunden, so wären dem Steuerzahler ca. 6 Mio. Euro an zusätzlicher Belastung erspart geblieben.

probahn fordert Österreich-Takt [30.12.]

"probahn" fordert Österreich-Takt 2015

[30.12.2014]

"Nein" zu Umsatzsteuer-Belastung von Öffi-Tarifen

  • Mindest-Bedienqualität schafft flächendeckende Bahn und Busverkehre
  • Länder müssen Infrastruktur-Investionen von Bund und ÖBB nutzen
  • Landesmobilitäts-Konzepte müssen Österreich-Takt in Ziele aufnehmen

  • Fahrgastvertretung probahn fordert österreichweiten Taktfahrplan 2015
  • ÖBB-Infrastruktur schaffen Voraussetzungen für Österreich-Takt
  • Mindestbedien-Qualität des Öffi-Angebotes zwischen Verkehrsminister Alois Stöger und Ländern 2014 vereinbart
  • Österreichweiter Taktfahrplan kann 2015 umgesetzt werden

Klares Nein zu Umsatzsteuer-Erhöhung bei Öffi-Tarifen

Die in den letzten Jahren dank Verkehrsministerin Doris Bures, Verkehrsminister Alois Stöger und ÖBB-Chef Christian Kern getätigten hohen Infrastruktur-Investitonen, wie Wien, St. Pölten, Linz, Attnang-Puchheim, Salzburg, Innsbruck….schaffen die Voraussetzungen für einen österreichweiten Taktfahrplan von Bahn und Bus.

Wie Verkehrsminister Alois Stöger in einem mit der Fachzeitschrift REGIONALE SCHIENEN kürzlich durchgeführten Interview erklärte, soll der “integrierte österreichweite Taktfahrplan ein Herzstück seiner Planungen sein”.

Laut Verkehrsminister Stöger ist bereits mit den Ländern die Mindestbedienqualität dünn besiedelter Bereiche akkordiert. Die nächste Schritte sollen in Richtung Umsetzungskonzepte gehen, so Stöger. Damit verfolgt Österreich Schweizer Verordnungen, die damit festlegen, dass jede Stadt / jeder Ort täglich mit Öffis erreichbar sein muss – die Dichte ist dort abhängig von Einwohnerzahl.

Aufgrund dieser Ziele seitens des Verkehrsministerin und der Zustimmung der Bundesländer müsste es 2015 gelingen, flächendeckende Taktverkehre österreichweit umzusetzen, wenn die Länder dazu bereits sind ihre Vorleistungen zu erbringen.

Konkret heißt dies: in den Landesmobilitätskonzepten aller Bundesländern muss der österreichweite Taktverkehr auch verankert werden. Ein integrierter Taktverkehr müsste dazu führen, dass die Zufriedenheit der Fahrgäste mit einem flächendeckenden Bahn- und Busangebot zunehmen wird.

Aus der Sicht der überparteilichen Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH ist die moderate Anhebung der Tarife für die Fahrgäste zumutbar. Nicht akzeptabel ist allerdings das Vorhaben von Finanzminister Schelling den begünstigten Umsatzsteuersatz von 10 % zu erhöhen.

Aus Fairnessgründen müssten die Öffi-Tarife gänzlich von der USt befreit werden. Die Fahrgäste leisten damit einen ökologischen Beitrag zum Weltklima.

Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Spritpreise seit Jahren ins Bodenlose gefallen sind: Autofahren ist daher noch billiger geworden, eine Reduktion der Pendlerpauschale daher auch zielführend.

Quelle: www.probahn.at

Steuer: Finanzierung der Mobilität [30.09.]

Steuerreform: Finanzierung der Mobilität sollte Schwerpunkt sein

[30.09.2014]

Forderungen zur Finanzierung der Mobilität als Schwerpunkt bei der Steuerreform 

  • Finanzausgleich Bund und Länder klare Finanzierungsstrukturen
  • Integraler Taktfahrplan muss Basis künftigen Handelns sein
  • Steuerbegünstigungen für Individualverkehr müssen fallen

Gesamter offener Brief von "Pro Bahn Österreich" an die Bundesregierung

Quelle: www.probahn.at

Mehr Personal in Zügen gefordert [09.05.]

Mehr Personal in den Öffis

1.-Mai-Aufruf: Personal ist das "größte Kapital" der Verkehrsbetriebe

  • Warnstreik der Bediensteten der Wiener Linien war berechtigt
  • Neue Bahnen und Busse müssen mit kundenfreundlichem Personal einhergehen
  • Privatbahnen sehen ihre Zubegleiter als “ihr wertvollstes Kapital” an
  • Forderung: Schaffnerbetrieb im Nahverkehr muss Standard werden

probahnnimmt die sich häufenden Gewaltakte gegenüber Öffi-Bediensteten, aber auch Fahrgästen auch zum Anlass, einen stärkeren Personaleinsatz in Öffis und bei Bahn- und Bushaltestellen einzufordern.

Der Warn-Streik der Bediensteten der Wiener Linien wegen Gewaltakten gegenüber Bediensteten, ihre Forderung nach mehr Videoüberwachung ist berechtigt, wiewohl sich dadurch nicht die Präsenz vor Ort ersetzen lässt. Eine Video-Aufzeichnung mag Beweise liefern, verhindert aber nicht die Tat selbst.

probahn fordert ein Umdenken sowohl bei den Verkehrsunternehmen als auch bei den politischen Entscheidungsträgern ein. Die Investitionen in neue Züge und Busse sowie Fahrplanverbesserungen sind zu begrüßen, das Wegrationalisieren von Personal in den Nahverkehrszügen und die Verminderung des Personals im Fernverkehr schaffen ein Vakuum an Zuständigkeit vor Ort. Ein Tourismusland wie Österreich sollte das Kapital an kundenfreundlichem Personal nutzen, statt hier zu sparen.

Das Wegrationalisieren von Personal verunsichert vor allem ältere Menschen, die laut Studien deswegen eher wieder auf das Auto umsteigen. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit z.B. in den Abendstunden, sondern auch um die Tatsache, dass fehlende Informationen über Bus- und Bahnverbindungen bzw. Ticketschalter fehlen bzw. zu kompliziert sind und nicht verstanden werden.

Nicht umsonst legen Privatbahnen, wie die Salzburger Lokalbahn, die Pinzgauer Lokalbahn, Berchtesgadener Land Bahn ua. auf einen durchgehenden Schaffner-Betrieb wert und bezeichnen ihr Personal als das “größte Kapital”, das sie haben. Der Einsatz erspart ihnen viel Ärger und Vandalismus-Schäden.

Am Tag der Arbeit fordert probahn von der Politik, in den Verkehrsdienstverträgen mit den Ländern den Schaffnerbetrieb verpflichtend als Standardqualität zu verankern.

[Quelle: "probahn Österreich"]

Tauern-Sperre: 23. April - 14. Mai [20.04.]

Tauernbahn-Sperre: 23. April bis 14. Mai 2014

[20.04.2014]

An der Tauernbahn sind weitere Bauarbeiten erforderlich, die zu einer Totalsperre des eingleisigen Nordabschnittes zwischen Böckstein und Schwarzach-St.Veit führen, wo zahlreiche Stütz- und Futtermauern sowie Brücken und Viadukte erneuert bzw. verstärkt werden. Auf der Südrampe werden lediglich die Gleise im Bahnhof Penk komplett neu verlegt. Zugfahrten sind hier grundsätzlich möglich.

Die Sperre der Nordrampe im Abschnitt Schwarzach-St.Veit - Böckstein dauert vom 23. April (05:10 Uhr) bis 14. Mai 2014 (17 Uhr). Nacht- und Güterzüge werden großräumig über die Steiermark umgeleitet, wobei es für die Nachtzüge zwischen Böckstein und Villach keinen Ersatz gibt. Für die Tageszüge fahren zwischen Schwarzach und Böckstein Busse im Schienenersatzverkehr (SEV).

Im Abschnitt Böckstein - Villach - Klagenfurt pendeln zwei Ersatzgarnituren. Diese fahren in Kärnten um bis zu einer halben Stunde früher ab bzw. kommen bis zu einer halben Stunde später in Kärnten an, um den Zeitverlust durch die Busfahrt auszugleichen, damit die Stammgarnituren nördlich von Schwarzach-St. Veit möglichst planmäßig fahren. Nachteilig ist natürlich, dass praktisch alle Anschlüsse in Spittal, Villach und Klagenfurt versäumt werden bzw. die Ersatzgarnituren in Villach vor Ankunft der Fernzüge aus Richtung Zagreb/ Ljubljana abfahren.

Erfreulich ist, dass sich der ÖBB-Personenverkehr in Wien (Fernverkehrs-Chefin Mag.a Silvia Kaupa) und der ÖBB-Personenverkehr in Kärnten (Mag. Manfred Oberrauner) aufgrund der negativen Erfahrungen im Hochsommer des Vorjahres nunmehr massiv für Verbesserungen eingesetzt haben - nicht zuletzt auch auf Grund der Rückmeldungen von fahrgast kärnten. Zwar muss wegen Wagenmangels eine der beiden Ersatzgarnituren immer noch mit den wenig geeigneten City-Shuttle-Waggons geführt werden, für die zweite Garnitur haben sich immerhin Fernverkehrswagen finden lassen. Beide Garnituren sind diesmal mit einem Wagen erster Klasse ausgestattet. Außerdem wird man Mineralwasser bereithalten.

Insbesondere im Fernverkehr ist der SEV immer mit Problemen für die Fahrgäste verbunden. Zumindest sind die Ersatzfahrpläne bereits seit 18.03.2014 in der Fahrplanauskunft von Österreich, Deutschland, Slowenien und Kroatien integriert. Es sollte also nicht mehr vorkommen, dass Reisende falsche Fahrplanauskünfte erhalten.

Der Baustellenfahrplan wurde auch den Gemeinden, Tourismusverbänden, Schulen und Großfirmen mitgeteilt. Für Rollstuhlfahrer gibt es gegen vorherige telefonische Anforderung einen eigenen Taxidienst zwischen den beiden barrierefreien Bahnhöfen Spittal-Millstättersee und Bischofshofen.

Auch die R-und REX-Züge (Klagenfurt -) Villach - Mallnitz-Obervellach und zurück fahren planmäßig, allerdings aufgrund der Gleisneulage ohne Halt in Penk.

Verbot lauter Güterzüge möglich [17.03.]

Beschränkungen für laute Güterzüge im Mittelrheintal möglich

[17.03.2014]

Quelle: "Eurailpress.de - Das Portal de Bahnbranche":

"Durchfahrtsbeschränkungen für laute Güterzüge im Mittelrheintal sind grundsätzlich sowohl mit dem europäischen als auch mit dem deutschen Recht vereinbar.

Dies ist das Ergebnis eines vom Umweltministerium in Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens, das von dem bekannten Eisenbahnrechtler Prof. Urs Kramer von der Universität Passau erstellt wurde.

Nach Auffassung des Gutachters könnte der Betreiber des Schienennetzes, die DB Netz AG, Betriebsbeschränkungen für laute Güterzüge vorsehen, aber auch das Eisenbahn-Bundesamt als zuständige Aufsichtsbehörde hätte die rechtlichen Instrumente dazu. Entscheidend sei allein die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Nun will die Landesregierung zusammen mit Hessen über den Bundesrat den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, um Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor zunehmen."

Link zur Presse-Meldung

Flüster-Güterzüge sind möglich

[23.01.2014]

Inbetriebnahme der Koralmbahn in neun Jahren bereitet der Tourismusregion Wörthersee große Sorgen, denn es wird eine Zunahme an Güterzügen erwartet, verbunden mit einer steigenden Lärmbelastung. Die Lösung, diesem Problem Herr zu werden, sieht man in teuren Tunnellösungen die aus heutiger Sicht eher unfinanzierbar erscheinen.

Güterzüge auf leisen Sohlen

Leider wird bei den Forderungen dem technischen Fortschritt im Schienenfahrzeugbau nicht Rechnung getragen. Während im Personenverkehr moderne und leise Fahrzeuge schon Standard sind und schon wesentlich zur Lärmreduktion beitragen, hinkt der Güterverkehr dieser Entwicklung noch hinterher.

Die Schweiz will bis zum Jahr 2020 neue Lärmgrenzwerte für Güterwagen umsetzen.

Erreicht wird das durch den Einbau neuer leiser Bremsbeläge im vorhandenen Fahrzeugpark, welche dann auch die Abrollgeräusche ganz deutlich minimieren. Diese in Ausarbeitung befindliche Verordnung bringt dann de facto ein Fahrverbot für Waggons mit den alten und lauten Grauguss Bremssohlen. Die Bekämpfung des Lärmes an der Quelle, das heißt am Fahrzeug selbst, hat den Vorteil, dass damit ein flächendeckender Lärmschutz im ganzen Land erreicht wird.

Tunnels sind nur punktuelle Lösung

Die zur Diskussion gestellten Tunnels entlang des Wörthersees wirken hingegen nur punktuell und sind in Zeiten von knappen Budgetmitteln schwer umsetzbar und daher auch nicht sehr realistisch. Es macht also wenig Sinn, viel Geld in Planungen für eine Tunnellösung zu investieren, wenn eine technische Entwicklung zwar erst am Anfang steht, aber sicher nicht aufzuhalten ist.

Umrüstung der Güterwaggons als Gebot der Stunde

Es sollten daher alle politischen Kräfte auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene gebündelt werden, damit Europa rasch eine einheitliche Verordnung bekommt, mit dem Ziel bis 2020 alle lauten Wagen aus dem Verkehr zu ziehen, dem Schweizer Vorbild folgend.

Weitere Lärm mindernde Maßnahmen könnten in besonders sensiblen Regionen gesetzt werden, in dem man die erprobten Schienenlärmabsorber im Bereich des Fahrweges (Gleises) einbaut.

Schienengüterverkehr der Zukunft kann also umweltfreundlich, sicher und vor allem schon bald leise sein

Lärmarme Güterzüge: Berichte des "fahrgast"-Magazins

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der Berichte des fahrgast-Magazins zu den Themen Bahnlärm und lärmarme Güterzüge aus den Jahren 2007 bis 2012:

Zusammenstellung der Berichte des fahrgast-Magazins


Bild: Flüster-Güterzug unterwegs bei Maria Saal am 07.08.2013 (Bildautor: Markus Hipfl)

Schweiz startet Mobilitätszukunft [17.02.]

Schweiz springt in die Mobilitäts-Zukunft

[17.02.2014]

Bevölkerung stimmt für FABI = Finanzierungs- und Investitionsfonds

  • Zweckbindung von Lkw-Maut, Mineralölsteuer und Umsatzsteuer
  • Österreich sollte "nach-springen"
  • Österreich-Taktfahrplan über Invest-Fonds Finanzierung
  • Bürger/-innen-Abstimmung: Schweizer springen in die Mobilitäts-Neuzeit
  • Bahninfrastruktur-Fonds deckt Ausbau, Betrieb und Unterhalt ab
  • probahnfordert Investitionsfonds für österreichweiten Taktverkehr
  • Zweckgebundene Einnahmen aus Lkw-Steuer, Mineralsteuer und USt

Die Schweiz punktet seit Jahrzehnten mit einem leistungsfähigen, attraktiven Bahnverkehr und kann auf einen hohen Modal Split verweisen. Das wäre Grund genug, sich zurückzulehnen und sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen.

Das ist der Schweizer Bevölkerung aber noch zu wenig, daher stimmten 60 % der Bürger/-innen für einen eigenen Infrastruktur-Fonds als Voraussetzung für eine neue Mobilitätskultur.

Künftig soll ein eigener Infrastrukturfonds FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) dafür sorgen, dass nicht nur der Ausbau, sondern auch der Betrieb und Unterhalt durch diesen Fonds abgedeckt werden wird. Damit soll gewährleistet werden, dass sich aufwändige Streckenausbauten auch in einem attraktiven Fahrplanangebot niederschlagen.

Dies ist deshalb möglich, weil in der Schweiz Streckenausbauten nur auf Grundlage des Integralen Taktfahrplanes „Bahn 2000“ erfolgen. In Österreich wurde in der Vergangenheit zuerst gebaut und dann über das Verkehrsangebot verhandelt.

probahn fordert von der Bundesregierung die Anlage eines ähnlichen Investitionsfonds, der durch die flächendeckende Lkw-Maut, Mineralölsteuer und Umsatzsteuer dotiert wird. Der Mehrheitsbeschluss der Schweizer für den FABI zeigt deutlich, dass das Bewusstsein der Menschen weiterblickender ist als von vielen Politikern erwartet.

Die Arbeitsgruppe der Länder mit dem Verkehrsministerium, die derzeit an einem österreichweiten Integralen Taktfahrplan arbeitet, könnte dadurch beflügelt werden.

[Quelle: www.probahn.at]

Einheitliche Tarife gefordert [27.01.]

Österreichweite einheitliche Tarifstruktur vordringlich

[27.01.2014]

  • Haustarife und unterschiedliche Verbundtarife abschaffen
  • Neuregelung der FamilyCard zeigt Tücken des Systems auf
  • Gefordert: Erster “Kraftakt” der neuen Bundesregierung, sich gegenüber Ländern
    und Verkehrsunternehmen durchzusetzen

Der Protest von Großfamilien gegen die Neuregelung der ÖBB-FamiliyCard zeigt die
Intransparenz der gesamten Tarifstruktur im Öffentlichen Verkehr auf. War früher die Anzahl
der gratis mitgenommenen Kinder unbegrenzt, setzen die ÖBB jetzt die Grenze bei zwei
Kindern (zwischen sechs und vierzehn Jahren) an, die anderen müssen ein Halbpreisticket
lösen. Die ÖBB verweisen zu Recht auf die Möglichkeit anderer Vergünstigungen wie
Sparschiene, Gruppenrabatte oder das Einfach-raus-Ticket.

Das Problem dabei ist, dass es für den Fahrgast noch komplizierter wird und nur Vielfahrer
den Durchblick haben. Erschwerend dabei ist, dass es neben den Verbundtarifen in den
Ländern auch noch Haustarife der Verkehrsunternehmen gibt.

So z.B. hat der Verkehrsverbund Tirol ein Ticket “Family Light” eingeführt, das keine Limitierung vorsieht:
Dort dürfen beliebig viele Kinder (unter 15) mitgenommen werden, was wiederum in anderen
Bundesländern nicht der Fall ist. Wer soll sich da auskennen? Wer sagt den Fahrgästen, ob
Haus- oder Verbundtarif günstiger ist?

Die Lösung doch wohl nur sein, dass sowohl sämtliche unternehmensinterne Haustarife
abgeschafft werden und es nur eine einheitliche Tarifstruktur, möglichst einfach und
transparent, für alle Bundesländer gibt. Dies könnte ein erster “Kraftakt” der neuen
Bundesregierung sein, sich gegenüber den Ländern und Verkehrsunternehmen
durchzusetzen.

[Quelle: www.probahn.at]

Neue Züge - auch in Kärnten? [30.12.]

Neues ÖBB-Züge - auch in Kärnten?

[30.12.2013]

Ab 2015 werden die rot-weißen Desiro ML (ML steht für MainLine) von Siemens in Betrieb genommen und sollen teilweise die mittlerweile in die Jahre gekommenen „City-Shuttle"-Wendezugwagen, sowie einen Teil der blaugrauen Schnellbahnen in Wien ersetzen.

Die Elektrotriebwagen sind dreiteilig ausgeführt und besitzen in der Version für den Regionalverkehr pro Wagenseite vier Türen und bieten Sitzplätze für 259 Personen. Die Schnellbahnversion mit 6 Türen verfügt über 244 Sitzplätze. Im Vergleich zu den Vorgängertriebwagen bieten die neuen Fahrzeuge einen höheren Sitzkomfort. Die mittels öffentlichem „Sitztest" ausgewählten Sitze sind ergonomisch geformt sowie verstellbar und werden sogar breitere Armlehnen als der „große Bruder" Railjet aufweisen(!)

Ein Novum im österreichischen Nahverkehr: Für jeden Sitzplatz wird es einen klappbaren Tisch, eine Leselampe und eine Steckdose geben! Ebenso wird es wieder Fensterrollos als Sonnenschutz geben.

Leider wird bei der Bestuhlung - analog dem Railjet - dem allgemeinen Trend der so genannten Reihenbestuhlung Rechnung getragen und die kommunikative Vis-à-vis-Bestuhlung fast zur Gänze aufgegeben. Wie auch die Nahverkehrszüge der Typen „Desiro" und „Talent" wird der neue Triebwagen gemäß dem heutigen Standard barrierefrei ausgeführt und zwei (statt bisher einem) WC für mobilitätseingeschränkte Personen erhalten.

Durch die heutzutage effiziente „Modularbauweise" der Fahrzeuge kann bei Bedarf jederzeit in den Werkstätten ein weiteres Wagensegment (Verlängerung des Zuges und somit Kapazitätserhöhung) eingefügt werden.

Auch in Kärnten?

fahrgast kärnten hofft, dass sich das Land Kärnten (wie auch Wien, Niederösterreich und Steiermark) an der Finanzierung der Triebfahrzeuge (und den damit verbundenen Einsatz der Fahrzeuge in Kärnten) beteiligt.

[aus dem fahrgast-Magazin Nr. 3/2013, Dez. 2013 - März 2014]    

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