fahrgast kärntenSprachrohr für den öffentlichen Verkehr und seine Fahrgäste |
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Kärnten [ARCHIV]
IC-Busse: Bessere Anschlüsse [23.06.]Intercity-Busse Graz - Klagenfurt: Bessere Anschlüssefahrgast kärnten bemängelte im fahrgast-Magazin Nr. 2/2010 den fehlenden Anschluss der Intercity-Busse (IC-Busse) Graz - Klagenfurt an Regionalzüge in Klagenfurt aus/nach Richtung Villach und Salzburg (Bericht untenstehend).
IC-Busse fahren bis zur Wörthersee-OstbuchtAls weitere Neuerung verkehrt seit 13.06.2010 bis zum 26.10.2010 der erste Kurs ab Graz (06.39 Uhr) nicht nur bis Klagenfurt Hbf (an 08.39 Uhr), sondern wird bis zur Wörthersee-Ostbucht in Klagenfurt weitergeführt (an 08.48 Uhr). Der letzte Kurs ab Klagenfurt Hbf (ab 19.25 Uhr; Graz Hbf an 21.25 Uhr) wird bereits ab Wörthersee-Ostbucht (ab 19.00 Uhr) geführt). Die Haltestelle "Wörthersee-Ostbucht" befindet sich an der Wörthersee-Südufer-Straße beim Europapark. ----------------------------------------------------------------- fahrgast kärnten fordert Regionalzug-Anschluss Die Intercitybus-Linie Klagenfurt - Graz erfreut sich nicht zuletzt dank des konsequenten, täglichen Zwei-Stunden-Taktes und der attraktiven Fahrzeit von zwei Stunden großer Beliebtheit. fahrgast kärnten möchte dennoch auf den fehlenden Anschluss an/von einem Regionalzug Villach - Klagenfurt. Die IC-Buslinie Graz - Klagenfurt ist richtigerweise an den IC-(EC-)Takt Klagenfurt - Salzburg angebunden. Auch auf den Umstand, dass die beiden Züge EC112 und EC110 Klagenfurt (wegen Kurswagenbeigabe in Villach) früher verlassen, hat man beim Fahrplan erfreulich flexibel Rücksicht genommen und nimmt dabei ein Abweichen vom starren Takt in Kauf. fahrgast kärnten ersucht die ÖBB im Interesse der Reisenden aus dem Raum Oberkärnten/Villach und Salzburg, xx
[ top ] "Kärntner tanken am wenigsten" [27.05.]Kärntner tanken am wenigsten(aus: "Kleine Zeitung", 27.05.2010) Um 15,1 Prozent weniger Sprit verkauft als 2004 - höchster Rückgang österreichweit. Kärntner fahren mehr Bahn. Mehrere Faktoren Zapfen bei den Nachbarn Im "Kärnten Takt" Vergleich. Im Schnitt wurde in Österreich 2009 um 4,4 Prozent weniger Sprit verkauft, als 2004. In Kärnten sind es 15,1 Prozent, in Wien 11,7 Prozent. Das Burgenland verzeichnet ein Plus von 39,3 Prozent. Bahn. In Kärnten wurden 2009 um 21 Prozent mehr Zeitkarten an Pendler verkauft, als 2007. [ top ] Eindrucksvolle Jubiläumsfeier [17.05.]Eindrucksvolle Jubiläumsfeier "10 Jahre fahrgast kärnten"fahrgast kärnten wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich mittlerweile als ernst genommener Gesprächspartner etabliert, der von Verkehrsunternehmen zur Mitarbeit eingeladen und von Politikern aber auch Medien zu Stellungnahmen gebeten wird. Mehrere Vertreter der Landes- und Stadtpolitik stellten sich mit Grußworten an die Teilnehmer ein: - Frau Dr. Beate Prettner, Landesrätin für Umwelt Als erster Vortrag erfolgte die Präsentation der „Taurus“-Lokomotive im Maßstab 1:25 den Auftakt. Mag. Georg Fuchshuber, Geschäftsführer des „Verkehrsverbund Tirol“ referierte über Tourismus im ländlichen Raum und stellte die Frage, ob dieser eine Chance oder eine Seifenblase für den öffentlichen Verkehr darstellt. Der bekannte Universitätsprofessor Dr. Hermann Knoflacher von der Technischen Universität Wien versuchte in seinem Vortrag die Frage zu beantworten, ob die Verkehrspolitik überhaupt Verständnis für die Fahrgäste zeigt. Mallnitz ist seit einem Jahr Mitglied der „Perlen der Alpen“, einem Zusammenschluss von 20 Urlaubsorten, die sich um nachhaltigen Tourismus bemühen. Mag. Günther Mussnig beschrieb in seinem Vortrag die zukünftige verstärkte Ausrichtung der „Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten“ zum „sanften Tourismus“. Dabei spielt der öffentliche Verkehr sowohl als Gäste-Zubringer mit dem IC-Bahnhof Mallnitz-Obervellach als auch für die Mobilität vor Ort in Form eines neuen Wanderbus-Systems eine wichtige Rolle. Die Arbeit der ehrenamtlichen Fahrgast-Vertretungen für die Interessen der Bahn- und Buskunden wurde durch Mag. Peter Haibach, Obmann der bundesweiten Fahrgastvertretung „Pro Bahn Österreich“ und Dr. Markus Lampersberger, Obmann von „fahrgast kärnten“ beleuchtet. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung sorgte ein „Bio- und Fairtrade-Buffet“
[ top ] 10-Jahres-Jubliäum: Pressespiegel [10.05.]10-Jahre-Jubiläum: Pressespiegel"fahrgast"-Interview von "Kleine Zeitung - online"Aus Anlass des zehnjährigen Bestandsjubliäums führte "Kleine Zeitung - online" ein Interview mit dem Obmann von "fahrgast kärnten": -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Im Kampf um die Öffis: Freude, doch auch Frust in der Freizeit (Aus "Kronen Zeitung", 30.04.2010)
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"10 Jahre fahrgast kärnten": |
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2008 thematisierte fahrgast kärnten den Umstand, dass sich im Klagenfurter Stadtgebiet zahlreiche stark frequentierte Postbushaltestellen ohne Wetterschutz befinden (fahrgast-Magazin 3/2008).
Es ist sehr erfreulich, dass in den letzten Monaten vermehrt Stadtbus-Haltestellen mit Überdachung und Beleuchtung in Form von "CityLight-Haltestellen" ausgestattet wurden, und auch an die Postbus-Haltestelle „Adlergasse“ gedacht wurde (s. Foto).
Um diesen positiven Weg fortzusetzen, ersucht fahrgast kärnten auch die ebenfalls stark in Anspruch genommenen Postbus-Haltestellen „Wurmgarage“ nächst den „City-Arkaden“ (Postbusse in Richtung Moosburg, Feldkirchen) und „Stauderplatz“ beim Heiligengeistplatz (Postbusse in Richtung Krumpendorf, Pörtschach, Velden, Wernberg, Villach, sowie Reifnitz und Maria Wörth) ebenfalls zu modernisieren.
In Kärnten hat sich die Zahl der Kraftfahrzeuge in den letzten 15 Jahren um mehr als 45% erhöht. Dieser hohe Grad des motorisierten Individualverkehres (MIV) und die verfehlte Raumordnung haben zur Folge, dass der Straßenverkehr im Kärntner Zentralraum ein bereits unerträgliches Maß erreicht hat, mit den damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen wie hohe Feinstaubkonzentrationen, Lärm, Verfall und Verödung der Orts- und Stadtzentren sowie durch ein hohes Maß an Zersiedelung. Gleichzeitig hat man im öffentlichen Verkehr nicht nur nicht auf die sich ändernde Situation reagiert, sondern mit Einsparungen im Angebot und Anhebung der Tarife die Entwicklung des MIV noch weiter verstärkt.
Nach dem Beitritt zur Europäischen Union und den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Liberalisierung des Schienenmarktes, welche die Einhebung des Infrastrukturbenützungsentgeltes (IBE), einer Art „Schienenmaut“ zur Folge hatte, hat sich der Bahnverkehr nicht nur auf den Hauptstrecken sondern besonders auf den Regionalbahnen mit geringerer Frequenz verstärkt auf die Straße zu den bahnparallelen Buslinien verlagert. Die Ursachen für die geringen Fahrgastzahlen liegen einerseits auch darin, dass man seitens der Bahn auf geänderte Siedlungsstrukturen nicht reagierte (z.B. Errichten von neuen Haltestellen) und andererseits im Versäumnis nicht in die Infrastruktur investiert zu haben (automatische Sicherungsanlagen bei Eisenbahnkreuzungen) die kurze Fahrzeiten sicherstellen.
fahrgast kärnten berichtete mehrmals über die Vision einer Stadt-Regional-Bahn („Tram-Train“ in und um Klagenfurt (fahrgast-Magazin Nr. 1/2006, 2/2006).
Unter Stadt-Regional-Bahn versteht man Zweisystem-Züge (Straßenbahnfahrzeuge), die das Netz einer Straßenbahn in der Innenstadt nutzen und an der Peripherie auf die Gleise der Eisenbahn wechseln, wodurch dem Fahrgast das Umsteigen erspart bleibt. Die Leichtbauweise der Fahrzeuge ermöglicht ein hohes Beschleunigungsvermögen und kurze Bremswege, wodurch sich folgende Vorteile ergeben:
Verkürzung der Haltestellenabstände und somit bessere Erschließung der Fläche, bei gleich bleibender Fahrzeit gegenüber der Bahn.
Zurückgewinnen von Pendlern, die man vielfach durch Umstellung auf Busse verloren hat
Park & Ride Benutzer möglichst nahe am Wohnort zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu motivieren und nicht erst am Stadtrand von Klagenfurt.
Der Zersiedelung entgegenwirken und wieder ordentliche Siedlungsstrukturen schaffen.
Im Endausbau der Stadt-Regional-Bahn soll die Beziehung Region – Stadt (Berufsverkehr) und Stadt – Region (Freizeitverkehr) durch umsteigefreie Verbindungen gestärkt werden.
Bessere Erreichbarkeit der regionalen Betriebe in den Orts- und Stadtzentren, die in ihrer Existenz durch Einkaufszentren am Siedlungsrand gefährdet sind.
Hier ist der Drauradweg zu erwähnen, der in Richtung Klagenfurt auf Grund des steilen Anstieges von der Drau nach Maria Rain problematisch ist, aber sehr wohl mit der Bahn ideal angebunden wäre.
Die Stadt Klagenfurt ist die südlichste Landeshauptstadt Österreichs und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region Kärnten.
Klagenfurt ist nicht nur das Verwaltungszentrum des Landes, sondern darüber hinaus auch Schul- und Universitätsstadt. Auf Grund der oben beschriebenen Situation ist die Zahl der Tagespendler von ca. 42.000 (Ein- und Auspendler) sehr groß.
Die Landeshauptstadt wird von der Bahn aus vier Richtungen angefahren (Villach aus Richtung Westen, St. Veit aus Richtung Norden, Bleiburg aus Richtung Osten und das Rosental aus dem Süden). Die Strecke aus dem Süden spielt heute im Personenverkehr nur noch eine untergeordnete Rolle und der Abschnitt Weizelsdorf – Ferlach ist im Besitz einer Museumsbahn und wird im Personenverkehr seit über 50 Jahren nicht mehr bedient.
Wichtige öffentliche Einrichtungen wie Landeskrankenhaus, Universität, Minimundus, HTL, um nur einige zu nennen, befinden sich zwar in unmittelbarer Nähe von Eisenbahnlinien, doch verfügen sie über keine Haltestellen. Die dezentrale Lage des Hauptbahnhofes in Klagenfurt und der Umsteigeknoten Heiligengeistplatz des örtlichen Busnetzes im Stadtzentrum ergeben daher noch zusätzliche zeitraubende Umsteigzwänge.
Genau bei den angesprochenen Umsteigezwängen könnte die „Stadt-Regional-Bahn Kärntner Zentralraum“ ansetzen und eine bessere Verknüpfung der Stadt mit der Region am Schienenweg bewirken. Mit einer Nord-Süd- und einer Ost-West-Achse durch die Innenstadt wären alle wichtigen öffentlichen Einrichtungen an das Schienennetz umsteigefrei angebunden. Ein wichtiger erster Schritt bei der Umsetzung dieser Stadt- Regionalbahn stellt die Revitalisierung der Verbindung in Richtung Süden, nach Ferlach mit ca. 7.600 Einwohnern, dar. Neben der Ertüchtigung der Strecke sowie der Installation von automatischen Eisenbahnkreuzungen und der Errichtung neuer Haltestellen (wie im Plan gezeigt) mit „Park & Ride“-Möglichkeit kann ein Halbstundenintervall mit nur einem modernen Dieseltriebwagen sichergestellt werden. Die nächsten Schritte wären die Verlängerung der Linie in die Stadt und der Ankauf von Zweisystemfahrzeugen. Mit der Durchbindung in Richtung Norden und dem Bau der Ost-West-Achse durch das Stadtzentrum würde die volle Verkehrswirksamkeit erreicht werden.
Die Zweisystemfahrzeuge sollten vom Bund, vom Land und auch von den angebundenen Gemeinden mitfinanziert werden. Um die Identifizierung mit dem neuen Verkehrsmittel zu erhöhen ist es von Vorteil, wenn die Gemeinden an der Gestaltung mitwirken können.
Wie auch die positiven Erfahrungen aus Karlsruhe zeigen, ist zu erwarten, dass die Fahrgastzahlen wieder in einem erheblichen Ausmaß ansteigen. Durch dieses attraktive Angebot werden Grundstücke im Bereich von Bahnhöfen und Haltestellen für Wohnanlagen und Betriebe wieder interessant, was sich dadurch positiv auf die Raumordnung und die Erhaltung dörflicher Strukturen auswirkt.
Durch die Bindung der örtlichen Bevölkerung an das neue Verkehrsmittel wird erfahrungsgemäß der Fußgängeranteil in den Orts- und Stadtzentren steigen, wodurch der örtliche Handel nachhaltig profitiert und einem weiteren Wachsen der Einkaufszentren an der Peripherie entgegen wirkt.
Die Investitionen für diese „Stadt-Regional-Bahn Kärntner Zentralraum“ sind gewiss sehr hoch, doch haben Untersuchungen ergeben, dass diese auch für kleinere Ballungsräume eine positive Kosten-Nutzenrechnung aufweisen können. Der kleinste Untersuchungsbereich hatte nur 90.000 Einwohner. Im Zentralraum von Kärnten lebt, nach den Ergebnissen der Volkszählung 2001, ca. eine viertel Million Menschen. Der Umweltfond kann bei der Umsetzung die Stadt, das Land und die Gemeinden wesentlich unterstützen und zum Gelingen dieses Projektes beitragen.

Presse-Artikel: „Kronen Zeitung“, 24.02.2010
„Fahrgast Kärnten“ will den Verkehr schon in den Bezirken stoppen
Nur im Ausbau eines Schnellbahnnetzes sieht der Verein „Fahrgast Kärnten“ eine Chance für ein effizientes „Park & Ride“-System. Man dürfe die Autos gar nicht bis vor die Tore Klagenfurts bringen, sondern müsse sie bereits auf Parkplätzen bei Bahnhöfen in Villach, St. Veit, Völkermarkt, Strau und Bleiburg auffangen.
„Das würde die Umwelt nachhaltig schonen“, sind Markus Lampersberger und Christof Trötzmüller vom Verein „Fahrgast Kärnten“ überzeugt. Voraussetzung dafür sei aber der Ausbau eines Schnellbahnnetze: „Die Züge müssten dann aber alle 30 Minuten verkehren“.
In Salzburg habe man gute Erfahrungen: „Es gab einen 50-prozentigen Zuwachs an Passagieren im 30-Kilometer-Radius; und im 60-Kilometer-Bereich benutzten 30 Prozent mehr den Zug.“
In Kärnten hätten die ÖBB gute Vorarbeit geleistet: „Viele Bahnhöfe haben Parkplätze bekommen; der nächste entsteht in Lendorf bei Spittal.“
Für die Beförderung der Pendler innerhalb der Stadt schlägt „Fahrgast Kärnten“ eine Netzkarte vor. Eine Bestätigung der Strategie ist die gestrige Ankündigung von LH Gerhard Dörfler, dass das Land und die ÖBB bereits an einem S-Bahn-Konzept arbeiten.
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Presse-Artikel: „Kronen Zeitung“, 25.02.2010
Der Verein „Fahrgast Kärnten“ will die Schienen attraktiv machen
In Park & Ride-Plätzen in den Bezirken, verbunden mit Schnellbahnen im 30-Minuten-Takt sieht der Verein „Fahrgast Kärnten“, wie berichtet, die Zukunft für das Pendlersystem für unser Land. Allerdings müsse dann auch sicher gestellt sein, dass Berufstätige und Schüler schnell und zuverlässig an ihr Ziel kommen.
Seit der Ausdünnung des Park & Ride-Angebotes in Klagenfurt ist der Anreiz, das System zu nutzen, geringer geworden. Die Shuttles fahren inzwischen ja nur noch alle 20 Minuten von Cine-City und Minimundus in die Innenstadt. „Fahrgast Kärnten“ schlägt deshalb vor, die Busse in den Linienverkehr zu integrieren. Markus Lampersberger: „Sie könnten dann wieder alle zehn Minuten starten.“
Er macht sich auch Gedanken darüber, wie Park & Ride-Passagiere, die später einmal mit der Schnellbahn nach Klagenfurt kommen, in die verschiedenen Stadtteile gebracht werden könnten: „Dafür braucht man gar nicht so viele Busse. Wir haben genug Bahnstationen. Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Lendhafen, Mössingerstraße, Annabichl – und bei der Uni wollen die ÖBB ja auch noch eine Haltestelle bauen.“ Viele könnten von dort zu Fuß zur Arbeit gehen. Das hätten schon Erfahrungen in anderen Städten gezeigt. Wie etwa in Salzburg, wo das Passagieraufkommen in den Zügen sogar um 50 Prozent angehoben werden konnte.
Lampersberger: Mittelfristig ist es unser Ziel, die Leute auf die Schiene zu bringen. Mit den Parkplätzen außerhalb und einem 30-Minuten-Takt von Schnellbahnen könnte es gelingen. Die Garnituren stehen ja teilweise schon zur Verfügung.“
In den vergangenen Monaten wurden in Kärnten erfreulicherweise einige Bahnhöfe moderni-siert und großteils auch mit barrierenfreien Zugängen versehen.
Die ÖBB-Infrastruktur AG muss ihre Bahnhöfe in regelmä-ßigen Abständen modernisieren und geänderten Bedürfnis-sen anpassen. Die Substanz der großen, in der Nachkriegs-zeit erbauten Bahnhöfe ist in die Jahre gekommen. Die beiden am stärksten frequentierten Kärntner Bahnhöfe hat man da-her bereits mit großem Aufwand modernisiert, und zwar Vil-lach Hbf bereits in den 1990er-Jahren und Klagenfurt Hbf in den Jahren 2003 bis 2006. Beide Bahnhöfe bieten seither ein ansprechendes, kundenfreundliches Entree in die Städte.
Nicht nur das Alter der Gebäude und der Komfort der Fahr-gäste sind Gründe für die Modernisierung von Bahnhöfen. Einerseits will die privatwirtschaftliche ÖBB die Gebäude und Flächen möglichst gewinnbringend vermarkten. Man denke dabei auch an das Großprojekt „Wien Hauptbahnhof“ ge-meinsam mit der Stadt Wien. Andererseits sind immer mehr Bahnhöfe und Haltestellen unbesetzt (Fernsteuerung). Die damit entstehenden Sicherheitsprobleme beim Überqueren von Gleisen müssen durch Unterführungen und breite Bahn-steige baulich gelöst werden. Auf Hauptstrecken darf an un-besetzten Bahnhöfen kein Reisender gezwungen sein, ein Gleis zu überqueren, um zum Zug zu kommen. Nicht zuletzt verpflichtet das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz auch alle öffentlichen Verkehrsanbieter, bis Ende 2015 für einen barrierefreien Zugang (Zufahrt mit Rollstühlen, Kinder-wägen, etc.) zu den Verkehrsmitteln zumindest an größeren Stationen (Tagesfrequenz über 2000 Reisende) zu sorgen.
In Kärnten ist es somit für die ÖBB mit dem Umbau der bei-den Großbahnhöfe nicht getan. Da alle Umbauten sehr teuer sind, beschloss die Bundesregierung Ende 2008, auch zur Unterstützung der kriselnden Bauwirtschaft eine sogenannte Investitionsmilliarde, mit welcher nicht nur Bahn-Unterfüh-rungen, sondern auch weitere Umbauten an Bahnhöfen ge-tätigt werden sollen.
Schon vorher wurden die Bahnhöfe Kötschach-Mauthen, Hermagor, Villach-Westbahnhof, Faak am See und an der Ossiacher-Seestrecke (insbesondere Feldkirchen) moder-nisiert und mit hohen Bahnsteigkanten (55 cm) und teilwei-se mit Unterführungen ausgestattet. An Regionalbahnen werden allerdings keine Unterführungen gebaut. Die hohen Bahnsteige sorgen für ebenen Einstieg in die modernen Nah-verkehrstriebwagen „Talent“ bzw. „Desiro“. Besonders posi-tiv fällt die kundenfreundliche Gestaltung von Faak am See mit Warteräumen, Monitoren etc. auf. Villach-Westbf wurde zwar ebenfalls mit Monitoren ausgestattet und überdies mit Liften barrierefrei, allerdings hält das Umfeld, nämlich der Zu-gang von der Stadt und der geschlossene Warteraum, diesen Standard nicht und führte bereits zu mehrfachen Protesten von fahrgast kärnten, die bisher allerdings ohne Reaktion blieben (fahrgast-Magazin Nr. 2/2009).Weitere Bahnhöfe wurden im Zuge von Streckenneubauten oder -ausbauten vollständig modernisiert (Kolbnitz, Mühldorf-Möllbrücke, Lendorf) oder gehören zum Projekt Koralmbahn (Grafenstein, Bleiburg, Bleiburg-Stadt). Wolfsberg als Bezirks-hauptstadt wurde von der Stadtseite her barrierefrei. Der um-gebaute Bahnhof Rosenbach wurde ebenfalls mit einem Mit-telbahnsteig (allerdings nicht barrierefrei) ausgestattet.
Zusammenfassend sind in Kärnten große Fortschritte bei der Modernisierung und Barrierefreimachung kleiner und großer Bahnhöfe zu erkennen. Zwei wichtige Bahnhöfe stehen als „große Brocken“ aber noch bevor: St. Veit an der Glan und Spittal-Millstättersee. Hier fehlen noch Lifte und Rolltreppen.
Der in St. Veit bereits realisierte Südausgang des Fußgänger-tunnels soll in Spittal laut letzten Informationen an den Kosten (Mitfinanzierung durch die Stadt) scheitern, was angesichts der südlich anschließenden Wohn- und Gewerbegebiete und des neuen Erlebnisbades „Drautalperle“ sehr schade wäre.